RUSSISCH

 Übersetzung: Wolfgang Kurka

2. April 1945 (Ostersonntag)
Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 1. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern" / Sammlung des FZ "MEMORY"
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… Relative Ruhe - In der STAVKA, dem sowjetischen Oberkommando wurden die Ziele für die 3. Ukrainische Front festgelegt.
Sie sollte danach bis zum 13. April bis zur Linie Sankt Pölten - Tulln vordringen.      

In Ungarn wurde die Stadt Sopron von den letzten faschistischen Truppen befreit. 

3. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 3. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern" / Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Truppen der 2. Ukrainischen Front, die ihre Offensive am südlichen Ufer der Donau entwickelten, nahmen bis Ende April den wichtigen Knotenpunkt Magyarovar in Besitz, und heute, 3. April, besetzten sie zusammen mit rumänischen Truppen im Kampf die Stadt und den Bahnhof Kremnica - eine starkes Zentrum der deutschen Verteidigung an den südlichen Hängen der Hohen Tatra. Besetzt wurden mehr als 150 Ortschaften… darunter (Slowakei) Janova Lehota, Chynorany, Jacovce, Bojna, Drahovce, Smolenice, Ompital, Casta, Sväty Jur, Karlova Ves, (in Österreich) Kittsee, Gattendorf, Parndorf, Gols, Podersdorf und die Eisenbahnstationen (Slowakei) Chynorany, Radoshina, Velke Kostolany, Boleraz, Karlova Ves, (Ungarn) Rajka, (Österreich) Kittsee, Zurndorf, Gattendorf.

In den Kämpfen am 2. April nahmen die Truppen der Front mehr als 11.000 Soldaten und Offiziere des Feindes gefangen... 

 ... nach dem Angriff der Truppen der 3. Ukrainischen Front mit Panzereinheiten und Infanterie eroberten diese die österreichische Industriestadt und großen Eisenbahnknotenpunkt von Wiener Neustadt sowie die Städte Eisenstadt, Neunkirchen, Gloggnitz - wichtige Zentren der deutschen Verteidigung im Vorfeld von Wien, und sie besetzten mehr als 100 weitere Ortschaften, darunter große wie Oggau, Donnerskirchen, Hof am Leithagebirge, Pottendorf, Ebenfurth, Blumau, Ebreichsdorf, Münchendorf, Traiskirchen, Matzendorf, Fischau, Weickersdorf.

... Die Truppen der 3. Ukrainischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Sowjetische Infanteristen und Tanker erreichten den Fluss Leitha nordöstlich von Wiener Neustadt. Am Ufer dieses Flusses baute der Feind eine stark befestigte Verteidigungsstellung auf. Die Deutschen leisteten verzweifelten Widerstand und versuchten den Durchbruch der sowjetischen Truppen zu den Zugängen von Wien zu verhindern. Unter heftigern Kämpfen überquerten unsere Einheiten die Leitha, nahmen den Eisenbahnknotenpunkt Ebenfurth in Besitz und schnitten Bahnlinien und Autobahnen von Wiener Neustadt nach Wien ab. Gleichzeitig besetzten andere Einheiten in Westrichtung die Städte Gloggnitz und Neunkirchen. So wurden die deutschen Truppen, die sich im Raum Wiener Neustadt befanden zur Hälfte eingeschlossen. Ohne den Feind zur Besinnung kommen zu lassen kommen und die Verteidigung der Stadt zu organisieren, drangen die sowjetischen Einheiten mit schnellen Schlägen von drei Seiten in Wiener Neustadt ein und nahmen s in Besitz. Umfangreiche Trophäen wurden erbeutet und viele Gefangene gemacht. Wiener Neustadt ist eines der wichtigsten Industriezentren Österreichs. Es verfügt über große Luftfahrt-, Automobil-, Lokomotiv- und Wаgonbauwerke und viele andere Unternehmen. Nachdem sie in breiter Front die Abwehrstellungen der Deutschen hinter der Leitha überwunden haben, kämpfen sich unsere Truppen in die österreichische Hauptstadt vor.

4. April 1945 

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern" / Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Im Südosten und Süden Wiens setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front ihre Offensive fort. An östlichen Abschnitt wurden eine Reihe von befestigten Punkten besetzt und um die Übergänge über das Flüsschen Fürbach nur 8 Kilometer vor Wien gekämpft. 

Südöstlich und südlich von Wien setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front die Offensive fort und nahmen im Kampf Stadt Baden und mehr als 30 weitere Ortschaften ein, darunter die großen Orte Purbach, Breitenbrunn, Mannersdorf, Sommerrein, Getzendorf, Wienerherberg, Himberg, Zwölfaxing (8 km südöstlich von Wien), Gaaden, Heiligenkreuz, Großau, St. Veit.

... Im Südosten und Süden Wiens setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front ihre Offensive fort. Der Gegner, der sich auf zahlreiche Flüsse und Kanäle stützt, leistet hartnäckigen Widerstand. Die Deutschen führen immer wieder neue Kräfte heran und führen Gegenangriffe durch. Sowjetische Einheiten überquerten den Neustädter Kanal und stürmten die Stadt Baden.

An einem weiteren Abschnitt wurden eine Reihe von befestigten Punkten besetzt und um die Übergänge über das Flüsschen Fürbach nur 8 Kilometer vor Wien gekämpft.

5. April 1945 

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 5. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern" / Sammlung des FZ "MEMORY"
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... In der Wiener Richtung überwanden die Truppen der 3. Ukrainischen Front den Widerstand des Feindes und nahmen die Ortschaften Rauchenwart, Unterlaa, Oberlaa (4 km südlich von Wien), Laxenburg, Guntramsdorf, Gumpoldskirchen, Hochrotherd, Breitenfurt ein und schnitten die Autobahn Wien-Linz ab.

... Zwischen Donau und Neusiedlersee warfen die Deutschen Reserven in den Kampf, darunter Pioniere, Flugabwehrtruppen und Rückwärtige Dienste. Nachdem sie den Fluss Leitha bezwungen hatten, besetzten die sowjetischen Einheiten die Stadt Bruck und eine Reihe anderer Ortschaften. Zwei Infanteriebataillone und 10 feindliche Panzer wurden in diesem Gebiet zerstört. Sowjetische Piloten versenkten in der Donau 2 deutsche Dampfer und 3 Lastkähne mit Militärgut.

... In Richtung Wien bezwangen unsere Truppen in heftigen Kämpfen um die Übergänge das Flüsschen Fürbach und rückten vor in die Ortschaft Oberlaa. Die Kämpfe verliefen vor allem entlang der befestigten Verteidigungsstellungen des Feindes, die in der Nähe des Eisenbahnringes um Wien gebaut worden waren. Die Deutschen, die große Panzer- und Infanterietruppen einsetzten, leisteten hartnäckigen Widerstand. Mehrfach führten sie Konterattacken. Alle Gegenangriffe der Nazis wurden mit großen Verlusten für sie abgewehrt. Nach unvollständigen Angaben wurden am Tag der Kämpfe mehr als 5.000 deutsche Soldaten und Offiziere getötet. 

6. April 1945 

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 6. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern" / Sammlung des FZ "MEMORY"
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... In Wiener Richtung erkämpften die Truppen der 3. Ukrainischen Front die Ortschaften Schwechat, Altkettenhof, Rothneusiedl (2 Kilometer südlich von Wien), Hennersdorf.
 
...In der Richtung Wien rückten die Truppen der 3. Ukrainischen Front kämpfend vor. Der Feind füllt seine Truppen hastig mit neuen Verstärkungen auf. Die Deutschen haben Ortschaften, Fabriken und massive Gebäude zu Verteidigungsstellungen ausgebaut und leisten erbitterten Widerstand. Trotz der feindlichen Gegenangriffe bewegten sich unsere Truppen Schritt für Schritt vorwärts und besetzten mehrere stark befestigte Stellungen. Mehrere tausend Soldaten und Offiziere des Feindes wurden während des Kampftages getötet...

7. April 1945 

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Im Raum Wien besetzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front, die Offensive fortsetzend, die Städte Mödling, Pressbaum, Klosterneuburg, erreichten die Donau nordwestlich von Wien und begannen Straßenkämpfe im südlichen Teil der Stadt Wien...

... Im Raum Wien setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front ihre Offensive fort. Unsere mobilen Einheiten und Infanterie nahmen die Stadt Pressbaum an der Autobahn Wien-Linz nach hartnäckigen Kämpfen in Besitz. Die sowjetischen Einheiten rückten um 20 Kilometer vor und stürmten die Stadt Klosterneuburg am rechten Donauufer, 5 Kilometer nordwestlich von Wien. So umgingen unsere Truppen Wien nicht nur von Südosten und Süden, sondern auch von Westen und Nordwesten. Der Feind widersetzt sich hartnäckig, klammert sich an jede Stellung und versucht, unsere angreifenden Einheiten zu stoppen. Neben den Panzer- und Infanteriedivisionen werfen die Deutschen Reserveregimenter, Spezialeinheiten, Gendarmen, Offiziersschüler und andere Einheiten in die Schlacht. Unsere Truppen, die feindliche Gegenangriffe abwehren und den Feind zurückwerfen, bewegen sich beharrlich vorwärts. Nachdem sie die Vororte erobert haben, kämpfen sowjetische Angriffsgruppen im südlichen Teil der Stadt Wien. Das Arsenal und andere befestigte Zentren der Deutschen sind besetzt. Im Laufe des Tages wurden nahezu 3.000 feindliche Soldaten und Offiziere getötet. Sowjetische Piloten zerstörten einen deutschen Panzerzug und einen Munitionszug.

Die Gardeeinheit von Major Gansenko, die eine stark befestigte Stellung der Deutschen umging, griff von hinten die feindliche Garnison an. Als Ergebnis erbitterter Straßenkämpfe zerschlugen die sowjetischen Gardisten den Feind und besetzten die Stellung. In den Kämpfen wurde annähernd eine Kompanie der Hitlerfaschisten vernichtet. 17 Fliegerabwehrgeschütze, 8 Maschinengewehre und ein Munitionsdepot wurden erbeutet. Zwei unserer Panzer mit aufgesessenen MP-Schützen  unter dem Kommando von Gardeobersergeant Kusnezov überquerten einen Fluss und setzten sich an seinem Westufer fest. Gegenangriffe abwehrend, zerstörten die sowjetischen Kämpfer zwei deutsche Panzer, ein Sturmgeschütz, einen gepanzerten Truppentransporter und sicherten die Überquerung des Flusses für ihr Bataillon. Garde-MP-Schützen unter dem Kommando von Leutnant Danilov warfen die Deutschen aus einer Ortschaft. Die MP-Schützen vernichteten eine große Gruppe von Hitlerfaschisten und nahmen 70 Gefangene. Gardesergeant Chorsov kroch nachts zu einem feindlichen Truppentransporter, sprengte ihn mit einer Granate in die Luft und vernichtete die darin befindlichen Deutschen. 

8. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Znamja Pobedy" ("Banner des Sieges")/Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Im Raum Wien besetzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front, die Offensive fortsetzend, die Städte Tullin, Neulengbach, die großen Ortschaften Judenau, Sieghartskirchen, Rappoltenkirchen, Alland und führten erfolgreiche Straßenkämpfe im südlichen und westlichen Teil der Stadt WIEN durch, besetzten dabei ein Arsenal, östliche, südliche und westliche Bahnstationen. Gleichzeitig besetzten sie südlich und südwestlich von Wiener Neustadt mehr als 80 Ortschaften, darunter große wie Kirchberg, Aspang, Mönichkirchen, Mönichwald, Friedberg, Pinkafeld, Oberwart, Großpetersdorf, Moschendorf. In den Kämpfen vom 7. April nahmen die Truppen der Front mehr als 5.000 Soldaten und Offiziere des Feindes und erbeuteten folgende Trophäen: Flugzeuge - 8, Panzer und Sturmgeschütze - 32, Feldgeschütze - 107, Maschinengewehre - 190, Fahrzeuge - mehr als 300, Lokomotiven - 14, Waggons - 1.058 ...

Im Raum Wien setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front ihre Offensive fort. Sowjetische Einheiten durchbrachen die stark befestigte Verteidigung der Deutschen am südlichen Stadtrand von Wien und nahmen nach hartnäckigen Kämpfen Ost- und Südbahnhof in Besitz. Andere Einheiten haben mit einem schnellen Schlag eine Reihe von Stadtvierteln vom Feind geräumt und besetzten den Westbahnhof. Heftige Gegenangriffe der Deutschen, die versuchten, die Lage wiederherzustellen, hatten keinen Erfolg. Unsere Truppen westlich von Wien haben die Stadt Tulln am südlichen Ufer der Donau besetzt. Während der Kämpfe erleidet der Feind enorme Verluste. Nach unvollständigen Angaben wurden im Laufe des Tages mehr als 6.000 deutsche Soldaten und Offiziere getötet.

Die Menschen in Österreich empfangen die Soldaten der Roten Armee und begrüßen sie als ihre Befreier vom deutsch-faschistischen Joch. In den Städten hissen die Einwohner die Staatsflaggen der Sowjetunion und Österreichs. In der Ortschaft Weikersdorf kamen mehr als 200 Studenten und andere junge Leute den Soldaten der Roten Armee mit Fahnen entgegen. Darauf standen Losungen wie "Ruhm der Roten Armee" und "Es lebe die Rote Armee" .  In Eisenstadt verweigerte die Bevölkerung, die Evakuierung durch die Deutschen. Die Bewohner versteckten sich in Kellern und Hohlräumen. Als die sowjetischen Einheiten die Stadt übernahmen, kamen Erwachsene und Kinder aus den Kellern hervor und begrüßten die Soldaten und Offiziere der Roten Armee. 

9. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Westlich von Bratislava griffen die Truppen der 2. Ukrainischen Front entlang des nördlichen Donauufer WIEN an und besetzten die Siedlungen Zwerndorf, 0berweiden, Schönfeld, Lassee, Haringsee, Fuchsenbigl, Straudorf, Orth, Mannsdorf, Schönau. Mehr als 2.000 feindliche Soldaten und Offiziere wurden in den Kämpfen vom 8. April gefangen genommen. ...

Truppen der 3. Ukrainischen Front, die die Straßenkämpfe in Wien fortsetzten, besetzten das Zentrum der Stadt und eroberten die Gebäude des Parlaments, das Rathaus, die Hauptpolizeibehörde, das zentralen Telegraphenamt, die europäische Zentralbank, das Opernhaus. Südlich von WIEN eroberten die Truppen der Front die Stadt Berndorf. 

 ... In den Kämpfen vom 8. April nahmen die Truppen der Front mehr als 1.700 feindliche Soldaten und Offiziere gefangen und erbeuteten folgende Trophäen: 25 Flugzeuge, Panzer und Sturmgeschütze - 191, gepanzerte Truppentransporter - 30, Feldgeschütze - 245, Mörser - 50, Maschinengewehre - 106, Lokomotiven - 30, Waggons - 1.665, Lagerhallen mit Militärgut - 42.

... Truppen der 3. Ukrainischen Front kämpften erfolgreich auf den Straßen Wiens. Mit Schlägen von Südosten, Süden, Westen und Nordwesten säubern die sowjetischen Einheiten Viertel für Viertel von den Deutschen, den hartnäckigen Widerstand des Feindes überwindend. Unsere Truppen, die entlang des Donaukanals vorrücken, haben einen Mechanikbetrieb, einen Keramikbetrieb, den städtischen Radiosender, Kasernen in Besitz genommen und kämpfen im Gebiet der Münze. Gardeinfanterie und Panzereinheiten, die von Westen heranrückten, brachen in die zentralen Gebiete der Stadt ein und nahmen das Zentrum der österreichischen Hauptstadt in Besitz. Mehrere tausend feindliche Soldaten und Offiziere wurden am Tag der Kämpfe getötet. Die Bevölkerung der befreiten österreichischen Dörfer und Städte ist herzlich und begrüßt die Einheiten der Roten Armee. Im Dorf Schattendorf begrüßten die Bewohner sowjetische Kämpfer mit Rufen wie "Es lebe die Rote Armee!", sagte Ortslehrer Paul Pinter: "Die deutschen Faschisten besetzten unser Land und stürzten das österreichische Volk in den Krieg. Wir wollten, dass Deutschland in diesem Krieg besiegt wird und ein freies und unabhängiges Österreich wiederhergestellt wird." Die Bewohner des Dorfes zeigten den sowjetischen Soldaten ein von den Deutschen zurückgelassenes Waffen- und Munitionslager. In Baumgarten blieben alle Bewohner an Ort und Stelle. Arbeiter Thomas Merschitz sagte: "Die deutschen Militärbehörden haben eine strenge Anordnung erlassen, die alle Bewohner zur Evakuierung auffordert. Trotzdem verließ niemand das Dorf. Wir begrüßen die Rote Armee als unseren Befreier vom Hitler-Regime." Ortspfarrer Martin Merschitz sagte: "Wir haben uns auf die Ankunft der Roten Armee gefreut. Als sich die angreifenden sowjetischen Einheiten dem Dorf näherten, ging die ganze Bevölkerung auf die Straße. Wir freuten uns, russische Soldaten und Offiziere begrüßen zu dürfen, die uns von Hitlers Joch befreit haben." Im Ort Deutschkreuz wurde bereits zwei Tage vor Ankunft der sowjetischen Truppen auf dem Gebäude der Ortsregierung durch Unbekannte die österreichische Nationalflagge gehisst. 

10. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Truppen der 3. Ukrainischen Front, die die Straßenkämpfe in Wien fortsetzen, säuberten alle Stadtviertel am Westufer des Donaukanals vom Feind. In den Kämpfen vom 9. April nahmen die Truppen der Front mehr als 2.000 Soldaten und Offiziere des Feindes gefangen und erbeuteten folgende Trophäen: Panzer - 72, Schützenpanzerwagen - 85, Feldgeschütze - 75, Maschinengewehre - 174. 

... Truppen der 3. Ukrainischen Front setzten erfolgreiche Straßenkämpfe in Wien fort.
Mit der Verwandlung der österreichischen Hauptstadt in ein Schlachtfeld wollten die Deutschen in der Stadt einen langwierigen Kampf führen. Sie unternahmen verzweifelte Anstrengungen, um eine solide und nachhaltige Verteidigung auf den Straßen der Stadt zu schaffen. Durch das entschlossene Vorgehen der sowjetischen Truppen wurden die Pläne der Hiterfaschisten vereitelt. Alle Stadtviertel am Westufer des Donaukanals wurden vom Feind befreit. Unsere Truppen, die von Nordwesten entlang des Donaukanals vorstießen, drangen kämpfend ins Zentrum der Stadt vor und vereinigten sich mit den aus dem Süden und Westen vorrückenden Truppen. Die Gebäude des Franz-Josephs-Bahnhofs, des Garnisonsspitals, einer Kavalleriekaserne, der Akademie der Wissenschaften und andere sind besetzt. Nach einem erfolgreichen Umgehungsmanöver umstellten unsere Garden die gegnerische Gruppe in den Vororten Altmannsdorf, Atzgersdorf, Alterlaa und Neuerlaa. Die Einheiten zweier deutscher SS-Panzerdivisionen, eines Reserveregiments und sechs selbständiger Bataillone wurden heute Morgen vernichtet. Viele Trophäen wurden beschlagnahmt. Mehr als 3.000 Tote Gegner blieben auf den Straßen der Vororte.

... In den Kämpfen um die Befreiung Wiens von den Nazi-Invasoren zeigen sowjetische Soldaten selbstlosen Mut und Heldentum. Die Gardeabteilung des Obersergeanten Medwedew vernichtete im Vorwärtsstürmen eine große Gruppe von Nazis. Der Maschinengewehrschütze Andrjuschenko, der den Angriff seiner Einheit deckte, vernichtete 20 Deutsche. Die Artilleristen von Kapitän Kuvschinows Batterie schossen zwei gegnerische Panzer in Brand. Die Garderotarmisten Kremasov und Nemzow schwimmen über einen Wasserlauf, nehmen den Kampf mit den Deutschen auf und sichern so das Übersetzen ihrer Einheit. An diesem Tag töteten die Genossen Kremasov und Nemzow 37 Hitlerfaschisten. Zwei Scharfschützen, die Garderotarmisten Makarenko und Chidenko[WK1]  wurden von einer Gruppe Deutscher angegriffen. In einem erbitterten Kampf töteten die tapferen Kämpfer 6 Hitlerfaschisten und ein deutscher Soldat wurde gefangen genommen. Gardeobersergeant Tscheremisov, gut getarnt, kroch zu einem Haus, in dem sich deutsche Maschinengewehrschützen festgesetzt hatten. Mit einer Granate durch das Fenster vernichtete der Obersergeant die feindlichen Maschinengewehrschützen. Am selben Tag sprengte Tscheremisow ein deutsches Sturmgeschütz mit einer Panzerhandgranate.

11. April 1945

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... In Wien nahmen die Truppen der 3. Ukrainischen Front, die den Donaukanal überwanden, die südöstliche Hälfte des Stadtgebiets zwischen Kanal und Donau in Besitz. In den Kämpfen vom 10. April nahmen die Truppen der Front mehr als 2.400 feindliche Soldaten und Offiziere gefangen und erbeuteten die folgenden Trophäen: 25 Flugzeuge, Panzer und Sturmgeschütze - 39, gepanzerte Transporter- 21, Feldgeschütze - 38, Maschinengewehre - 282. ... In Wien führten die Truppen der 3. Ukrainischen Front weiterhin erfolgreiche Straßenkämpfe. Sowjetische Einheiten unter Artilleriefeuerschutz überquerten an mehreren Stellen den Donaukanal. Den hartnäckigen Widerstand der Deutschen zerschlagend, nahmen unsere Angriffstruppen das städtische Kraftwerk ein. Vom Gegner gesäubert wurde der Prater. Öldepots wurden erbeutet. Sowjetische Einheiten umgehen feindliche Verteidigungsstellungen und vernichten dann Besatzungen. Der Gegner führte immer wieder Gegenangriffe durch, wurde aber mit großen Verlusten für ihn zurückgeworfen. Mehr als 4.000 deutsche Soldaten und Offiziere wurden am Tag der Kämpfe getötet.

... Eine Gruppe von Soldaten unter dem Kommando von Gardeleutnant Melnikow umstellte ein Haus, das von den Deutschen in ein befestigtes Widerstandsnest ausgebaut worden war. Die kühnen Kämpfer drangen in das Haus ein, töteten mehrere Dutzend Faschisten und 78 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen. Gardeunterrleutnant Panfilov, der einen feindlichen Gegenangriff parierte, schoss drei deutsche gepanzerte Truppentransporter mit einem Panzerabwehrgewehr ab. Bei einem Aufklärungseinsatz trafen der Gardeobersergeant Tafinzev und Gardesergeant Papayev auf eine Gruppe von Faschisten. Papayev lenkte den Feind mit einem Feuergefecht ab und Tafinzev kämpfte sich in den Rücken der Deutschen durch vernichtete mit seiner MP 6 feindliche Soldaten. Der Rest der Deutschen floh. Die Besatzung des Gardesturmgeschützes von Leutnant Korobov vernichtete in einem einzigen Kampf einen deutschen Panzer und zwei Maschinengewehre. Eine Gruppe von Landungstruppen, angeführt von Kapitän Nikitin, griff feindliche Artilleriestellungen an und zerstörte 4 Geschütze und 15 Munitionsfahrzeuge. Der Flieger Hauptmann Skotnikow schoß ein deutsches Ölschiff auf der Donau in Brand.

... Die Faschisten versuchten mit allen Mitteln, die Bewohner der Dörfer und Städte Österreichs zusammen mit den sich zurückziehenden deutschen Truppen zur Evakuierung zu zwingen. Die Deutschen verbreiteten die wildesten Gerüchte über die Rote Armee und versuchten, die Zivilbevölkerung einzuschüchtern. Die Bemühungen der deutschen Militärbehörden waren jedoch nicht erfolgreich. Die überwiegende Mehrheit der Einwohner der Städte und Dörfer Österreichs blieb an ihren Plätzen. Nur die Führer faschistischer Organisationen und die Deutschen, die sich nach ihrer Besetzung durch die deutsche Armee in Österreich niedergelassen hatten, entflohen aus der Stadt Hainburg. Die deutschen Militärbehörden mobilisierten die gesamte männliche Bevölkerung von Heinburg zum Volksturm. Als sich die sowjetischen Einheiten der Stadt näherten, liefen die österreichischen Volksturmler zur Roten Armee über.
In der Stadt Bruck weigerten sich alle Einwohner, von den Deutschen evakuiert zu werden. Leopold Halter, der vor dem deutschen Einmarsch in Österreich Bürgermeister der Stadt war, sagt: "Wenige Tage vor Bruckes Übernahme durch die Rote Armee fand in der Stadt eine Demonstration statt. Mehr als tausend Einwohner versammelten sich vor dem Gebäude der Stadtverwaltung und forderten mit weißen Kopftüchern, dass die Behörden die Stadt kampflos übergeben. Erst mit Hilfe von SS und Gendarmen gelang es dem Kommandanten der Stadt, Oberstleutnant Müller, die Demonstranten zu zerstreuen." Eisenbahner Franz Krakower sagte: "Wir freuen uns über die Ankunft der Roten Armee und danken ihr für die Befreiung vom NS-Regime. Jeder Österreicher träumt von der Neugeburt eines unabhängigen und demokratischen Österreichs". 

12. April 1945

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Nordöstlich von Wien besetzten die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Ortschaften Drösing, Jedenspeigen, Loidesthal, Erdpreß, Hohenruppersdorf, Auersthal, Bockfließ, Aderklaa, Raasdorf, Essling, Großenzersdorf und die Bahnstation Eibesbrunn, schnitten damit die Bahnstrecke und die Strasse Wien – Brno ab.
In Wien kämpften die Truppen der 3. Ukrainischen Front im Stadtgebiet zwischen Donaukanal und Donau, wo sie mehr als 60 Häuserblocks besetzten. Im Westen und Südwesten der Stadt
Szombathely  setzten die Truppen der Front ihre Offensive in Österreich bis zur Stadt Gussing (Nemetorp) und mehr als 40 weiteren Ortschaften fort, darunter Markt Allhau, Alpenhof, Oberneuberg, St. Michael, Tschantschendorf, Steingraben, Eltendorf.

In den Kämpfen vom 11. April nahmen die Truppen der Front mehr als 5.000 Soldaten und Offiziere des Feindes gefangen und erbeuten die folgenden Trophäen: Panzer und Sturmgeschütze - 34, gepanzerte Transporter - 38, Feldgeschütze - 208, Maschinengewehre - 270, Autos - 498, Traktoren und Zugmaschinen - 187, Lokomotiven - 34, Eisenbahnwaggons - 1.535, Lagerhäuser mit Militärgut - 17.

... Nordöstlich von Wien rückten Truppen der 2. Ukrainischen Front vor. Die Deutschen haben eine weitere Panzerdivision, große Infanterietruppen ins Spiel gebracht, und unternehmen Gegenangriffe, um zu verhindern, das Hinterland der Wiener Gruppierung abzuschneiden. Über den hartnäckigen Widerstand des Feindes hinwegstürmend, nahmen unsere Truppen den Bahnhof Eibesbrunn in Besitz und durchschnitten die Bahnstrecke Wien-Brünn.

... Damit verblieb für die in Wien eingeschlossenen deutschen Truppen nurmehr eine Eisenbahnlinie entlang des nördlichen Donauufers nach Nordwesten. Die Straße wird von sowjetischen Artilleristen beschossen, die das Südufer der Donau nordwestlich der österreichischen Hauptstadt erreichten. Feindliche Gegenangriffe zurückweisend schossen die Truppen der Front 40 Panzer und Srurmgeschütze sowie 18 Truppentransporter des Feindes ab. Mehr als 500 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen. Trophäen wurden erbeutet, darunter 4 Flugzeuge und 250 Eisenbahnwaggons mit Militärgut.

... Truppen der 3. Ukrainischen Front kämpften weiter auf den Straßen Wiens. Sowjetische Einheiten überquerten an mehreren Orten den Donaukanal und schreiten die Gegenangriffe der Deutschen zurückweisend Schritt für Schritt voran. Besonders heftig wird im Bereich des Nordwestbahnhofs gekämpft. Die Sturmabteilungen blockieren mit Artillerieunterstützung die Widerstandsnester der Deutschen und vernichten sie. Der Feind erleidet schwere Verluste. Mehr als 4.000 deutsche Soldaten und Offiziere wurden an diesem Kampftag getötet.
In den Kämpfen um die Befreiung Wiens zeigen sowjetische Kämpfer höchstes militärisches Können, Mut und Kühnheit. Auf einer Straße verhinderte ein deutscher Panzer mit starkem Feuer das Vordringen unserer Infanterie. Gardeobersergeant Burlakov kroch zum feindlichen Panzer und warf eine Brandflasche. Der Panzer fing Feuer. Die deutschen Panzersoldaten versuchen zu fliehen und der Sergeant vernichtete sie mit MP-Feuer. Die Abteilung von Sergeant Plochodov griff ein Haus an, in dem sich Hitlerfaschisten verschanzt hatten. Unsere Kämpfer stürmten das Haus, vernichteten eine Gruppe von Deutschen und nahmen 9 feindliche Soldaten gefangen. Der Garderotarmist Valetov tötete im Laufe des Tages sieben deutsche Soldaten und einen Offizier. 

13. April 1945

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... Nordöstlich und nördlich von Wien eroberten die Ortschaften Ringelsdorf, Niederabsdorf, Niedersulz, Großschweinbarth, Wolkersdorf, Münichsthal, Großebersdorf und Martinsdorf sowie die Eisenbahnstationen Martinsdorf, Großebersdorf und Hagenbrunn.

Truppen der 3. Ukrainischen Front nahmen am 13. April unterstützt von Truppen der 2. Ukrainischen Front nach hartnäckigen Straßenkämpfen die österreichische Hauptstadt Wien in Besitz - einen strategisch bedeutenden Stützpunkt der Verteidigung der Deutschen, der die Wege in die südlichen Regionen Deutschlands decken sollte.

Im Verlauf der Kämpfe um die Zugänge Wiens und um die Stadt Wien vom 16.März bis 13. April zerschlugen die Truppen der Front elf deutsche Panzer-Divisionen, darunter die 6 SS-Panzerarmee, nahmen mehr als 130.000 feindliche Soldaten und Offiziere gefangen, vernichteten oder erbeuteten 1.345 Panzer und Sturmgeschütze, 2.250 Feldgeschütze und viele andere militärische Güter.

... Nordöstlich und östlich von Wien gingen Truppen der 2. Ukrainischen Front vorn und besetzten mehrere Ortschaften. Feindliche Infanterie, verstärkt durch Panzer und Sturmgeschütze, leistet hartnäckigen Widerstand. in einem Abschnitt verkeilte sich ein Regiment deutscher Infanterie, unterstützt von Panzern, in den Gefechtsstellungen unserer Truppen. Die Deutschen wurden in die Zange genommen und zerschlagen. Auf dem Schlachtfeld verblieben zahlreiche tote Faschisten und an die 30 verbrannte und abgeschossene deutsche Panzer. Den Widerstand des Feindes brechend nahmen unsere Truppen den Bahnhof Hagenbrunn in Besitz, der 8 Kilometer nördlich von Wien liegt.

 ... Truppen der 3. Ukrainischen Front, unterstützt von Truppen der 2. Ukrainischen Front, nahmen heute die Stadt Wien in Besitz. In den Kämpfen um die Befreiung der österreichischen Hauptstadt von den Nazi-Invasoren bedeckten die sowjetischen Einheiten ihre Fahnen mit überwältigendem Ruhm. Nach den Plänen des deutschen Kommandos sollte die Stadt zum Schauplatz langwieriger Kämpfe werden. Bereits 1944 begann der Feind den Aufbau von Verteidigungsstellungen rund um Wien. 

Die natürlichen Geländegegebenheiten begünstigten die verteidigende Seite. Von Westen schützen Berge und Hügel die Stadt, von Norden und Osten die breite und wasserreiche Donau. An den südlichen Zugängen zur Stadt bauten die Deutschen ein mächtiges befestigtes Gebiet, bestehend aus Panzergräben, einem stark entwickelten System von Gräben und Schützenstellungen und einer großen Anzahl von Bunkern. Jede Siedlung am Stadtrand von Wien wurde für die lange Rundumverteidigung vorbereitet. Während der heftigen Kämpfe durchbrachen die Truppen der 3. Ukrainischen Front den äußeren Verteidigungsring und es kam bereits am 7. April zu Straßenkämpfen im südlichen Teil der Stadt. Zur gleichen Zeit gingen sowjetische mobile Einheiten und Infanterie, nachdem sie ein schnelles Umgehungsmanöver in den Bergen durchgeführt hatten, bis an die Donau nordwestlich von Wien und begannen den Angriff aus dem Westen und Nordwesten. Am 10. April hatten unsere Truppen den größten Teil der Stadt am Westufer des Donaukanals geräumt. Die Kämpfe verlagerten sich in das Gebiet der Stadt, das zwischen dem Kanal und der Donau liegt. Hier leisteten die Deutschen besonders hartnäckigen Widerstand. Große Kräfte Panzer und Infanteriekräfte heranziehend, klammerten sie sich buchstäblich an jedes Haus und gingen oft zu heftigen Gegenangriffen über. Sowjetische Abteilungen, verstärkt durch Artillerie, stürmten jedes einzelne Gebäude. Gestern brachen unsere Einheiten bis zum Nordbahnhof durch und drängten die Faschisten auf dem Gebiet des größten Eisenbahnknotenpunktes Wiens kämpfend, an die Donau. Einer unserer Kämpfer entdeckte zufällig einen unterirdischen Gang, der zur Donau führte. Durch diesen Gang drangen sowjetische Einheiten in den Rücken des Feindes vor und griffen unerwartet die Deutschen an. Die ganze Nacht, nicht eine Minute ruhig, gab es anhaltende Straßenkämpfe. Heute haben unsere Truppen die letzten Widerstandsnester der Deutschen erobert und die österreichische Hauptstadt vom Feind befreit.

Die Nazis wollten Wien in einen Schutthaufen verwandeln. Sie wollten die Bewohner der Stadt den Schrecken einer langen Belagerung und langwierigen Straßenkämpfen aussetzen. Mit geschickten und entschlossenen Aktionen vereitelten unsere Truppen die kriminellen Pläne des deutschen Kommandos. Die Hauptstadt von Österreich – Wien wurde in wenigen Tagen von den Nazi-Invasoren befreit.

Wien ist eines der größten Industriezentren Europas. Die Stadt ist der Standort eines großen Teils der österreichischen Industrie. Darüber hinaus verlegten die Deutschen während des Krieges eine Reihe von Militärfabriken aus Deutschland in den Raum Wien. Die Stadt hat große Luftfahrt-, Panzer-, Auto-, Lokomotiven- und Waggonbaubetriebe und andere Unternehmen.

14. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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...Westlich von Wien setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front die Offensive fort, überwanden den Fluss Traisen und besetzten die Stadt Herzogenburg sowie mehr als 60 weitere Ortschaften, darunter die großen Orte Michelhausen, Pischelsdorf, Zwentendorf, Ponsee, Trasdorf, Sitzenberg, Getzersdorf, Inzersdorf, Kreuth, Ossarn, Kapelln, Eizendorf, Murstetten, Böheimkirchen, Christophen und die Bahnstationen Michelhausen, Trasdorf, Gemeinlebarn.

 ... Nördlich und nordöstlich von Wien setzten Truppen der 2. Ukrainischen Front ihre Offensive fort. In den letzten Kämpfen in dieser Gegend erlitt der Feind schwere Verluste und zieht hastig neue Kräfte heran. Die Deutschen haben drei Panzerdivisionen in die Schlacht geworfen und versuchen mit allen Mitteln, den weiteren Vormarsch unserer Truppen zu verhindern. Sowjetische Einheiten wehrten mehr als zehn feindliche Gegenangriffe ab. In einem Abschnitt wurde ein feindliches Infanterieregiment eingeschlossen und besiegt. Im Laufe des Tages wurden mehr als 30 deutsche Panzer und Sturmgeschütze abgeschossen. Vorwärtsstürmend näherten sich unsere Truppen Zistersdorf, dem Ölgebiet Österreichs. Die Nazis wurden aus dem Dorf Enzersfeld, sechs Kilometer östlich der Stadt Korneuburg, geworfen. Umfangreiche Trophäen wurden erbeutet und nahezu 300 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen genommen.

... Westlich von Wien setzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front, die in einem bergigen und bewaldeten Gebiet operieren, ihre Offensive fort. Den Widerstand des Feindes brechend, rückten die sowjetischen Einheiten um 20 Kilometer vor und überquerten aus der Bewegung heraus den Fluss Traisen. Nach anhaltenden Kämpfen wurde die Stadt Herzogenburg besetzt, am Westufer des Flusses gelegen. Die Deutschen wurden auch aus dem stark befestigten Ort Böheimkirchen, 10 Kilometer von der Stadt St. Pölten entfernt, vertrieben.
Die sowjetischen Soldaten, die an den Kämpfen um die Befreiung Wiens von den Nazi-Invasoren beteiligt waren, kämpften heldenhaft. Die Geschützbesatzung des Sergeanten Mokljakovs vernichtete in nur einem Kampf einen deutschen Panzer, einen gepanzerten Transporter, ein Flugabwehrgeschütz, ein Maschinengewehr und eine große Gruppe von Hitlerfaschisten. Gardesoldat Scharev sprengte mit einer Granate einen Panzer und vernichtete die herausspringende deutsche Besatzung. Am selben Tag tötete Scharev noch fünf weitere Deutsche bei einem Straßenkampf. Gardeunterleutnant Osikovsky drang mit einer Gruppe von Soldaten über die Höfe in ein Hotel, in dem sich deutsche Offiziere befanden. Unsere Kämpfer vernichteten mit Granaten und MP-Feuer 10 feindliche Offiziere. Sechs Jagdflieger unter dem Kommando von Held der Sowjetunion Hauptmann Merenkow, kämpften gegen acht deutsche Jäger. Schon mit der ersten Salve schoss Merenkow ein feindlichens Flugzeug ab. Hauptmann Lozovsky, Oberleutnant Michailow und Oberleutnant Mironow vernichteten ebenfalls je ein feindliches Flugzeug. Unsere Flieger kehrten ohne Verlust zu ihrem Flugplatz zurück. 

15. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 15. April 1945 aus der Zeitung "Znamja Pobedy" ("Banner des Sieges")/Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Truppen der 2. Ukrainischen Front schlossen mit Unterstützung der Truppen der 3. Ukrainischen Front eine Gruppe deutscher Truppen ein, die versuchten, sich von Wien nach Norden zurückzuziehen, und besiegten sie. Sie nahmen die Städte Korneuburg und Floridsdorf ein - mächtige Stützpunkte der deutschen Verteidigung am linken Donauufer sowie besetzten die Ortschaften Hagenbrunn, Bisamberg, Langenzersdorf, Stammersdorf, Leopoldau, Kagran, Stadlau.

... Truppen der 3. Ukrainischen Front, die die Offensive fortsetzten, nahmen am 15. April die österreichische Stadt St. Pölten in Besitz - ein wichtiger Straßenknotenpunkt und ein starker Stützpunkt der deutschen Verteidigung am Traisen, sowie besetzten die Siedlungen Preuwitz, Traismauer, Pottenbrunn, Ratzersdorf, Stattersdorf, Altmannsdorf. In den Kämpfen vom 14. April nahmen die Truppen der Front 1.140 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen.

Truppen der 2. Ukrainischen Front überwanden den hartnäckigen Widerstand des Feindes und brachen vom Osten in die Stadt Korneuburg ein, 10 Kilometer nördlich von Wien. Gleichzeitig überquerten Teile der 3. Ukrainischen Front die Donau und gelangten von Süden nach Korneuburg. Nach heftigen Straßenkämpfen erlitt die gegnerische  Garnison schwere Verluste und zog sich ungeordnet zurück. So schnitten unsere Truppen alle Fluchtwege der deutschen Truppen ab, die versuchten, sich von Wien in den Norden zurückzuziehen. Sowjetische Einheiten griffen von allen Seiten den eingeschlossenen Feind an. Die Deutschen leisteten heftigen Widerstand, konnten aber dem Ansturm der sowjetischen Truppen nicht standhalten. Unsere Infanteristen und Panzer spalteten zunächst mit Artillerieunterstützung den Feind auf und besiegten am Nachmittag die eingeschlossene deutsche Gruppierung. Im Laufe der Kämpfe wurde die große Industriestadt Floridsdorf besetzt- ein mächtiger Stützpunkt der deutschen Verteidigung am linken Donauufer. Tausende tote feindliche Soldaten und Offiziere blieben auf dem Schlachtfeld.

Bei Annäherungen an eine befestigte Stellung leisteten die Deutschen starken Widerstand. 23 sowjetische Artilleristen unter dem Kommando von Oberleutnant Timoschenko in drei Fahrzeugen mit angehängten Geschützen fuhren mit voller Geschwindigkeit in den feindlichen Ort des Feindes ein. Die kühnen Kämpfer feuern mit Gewehren und MP direkt auf den Feind. Sowie die Fahrer die Fahrzeuge drehten und anhielten, standen die Besatzungen augenblicklich an den Geschützen. Richtschütze Untersergeant Yilkin, die Rotarmisten Veselkov und Gorditschuk eröffneten das Feuer und zerstörten die feindlichen Maschinengewehre, die die Zugänge zum Ort deckten. Die deutsche Infanterie, die einen Gegenangriff unternahm, schaffte es, sich den Geschützen zu nähern. Die sowjetischen Artillisten traten in Handgemenge  mit den Faschisten und wehrten den Gegenangriff ab. Bei der Verfolgung des Feindes nahmen unsere Kämpfer 20 Deutsche gefangen.

... Westlich von Wien erreichten die vorwärtsstürmenden Truppen der 3. Ukrainischen Front auf breiter Front den Fluss Traisen. Zahlreiche deutsche Gruppen wurden an den Fluss gedrängt und vernichtet. Die sowjetischen Truppen überquerten gleichzeitig mit den sich zurückziehenden Feinden die Traisen nördlich und südlich der Stadt St. Pölten und stürmten diesen starke Stützpunkt der deutschen Verteidigung. St. Pölten ist ein wichtiger Treffpunkt mehrerer Kommunikationswege. Fünf Eisenbahnen und mehrere Autobahnen treffen hier zusammen. In der Stadt gibt es Maschinenbau-, Metallverarbeitende und andere Betriebe. Der Feind, der sich unter den Schlägen unserer Truppen zurückzieht, erleidet schwere Verluste. 

16. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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Westlich von Wien besetzten die Truppen der 3. Ukrainischen Front, die am südlichen Donauufer vorrückten, mehr als 30 Siedlungen in Österreich, darunter Wagram, Nussdorf, Kleinrust, Obermamau, Witzendorf, Schwadorf. Zur gleichen Zeit nahmen die Truppen der Front östlich von Graz die Stadt Furstenfeld im Kampf ein. In den Kämpfen vom 15. April nahmen die Truppen der Front mehr als 2.000 deutsche Soldaten und Offiziere gefangen und erbeuteten folgende Trophäen: Panzer und Sturmgeschütze - 98, Feldgschütze - 93, Mörser - 183, Maschinengewehre - 337, Fahrzeuge - 826, Eisenbahnwaggons mit Granaten - 600, Lagerhallen mit Militärgut - 10.

... Nördlich von Wien rückten die Truppen der Front kämpfend vor. Der Feind versucht, unsere vorrückenden Abteilungen zu stoppen, wirft starke Panzerkräfte in die Schlacht. 39 deutsche Panzer und Sturmgeschütze wurden im Laufe des Tages abgeschossen und verbrannt. Die sowjetischen Soldaten zeigen in den Kämpfen mit dem Feind beispielhafte Tapferkeit und Heldentum. Der Rotarmist Ladeychik warf sich zuerst in den Graben des Feindes ein und vernichtete mit MP-Feuer vier Hitlerfaschisten. Der Rest der deutschen Soldaten liess das Maschinengewehr zurück und liefen davon. Der Kommandeur der Abteilung, Sergeant Kolyakin, vernichtete mit Granaten ein deutsches Maschinengewehr mitsamt der Bedienung. Die Soldaten der Abteilung von Sergeant Kolyakin töteten im Laufe des Tages 30 deutsche Soldaten und Offiziere. Der Maschinengewehrschütze Rotarmist Kochmuratov, der den feindlichen Gegenangriff zurückwarf, vernichtete mit einem gezielten direkten Feuer mehr als 40 MP-Schützen des Feindes.

... Westlich von Wien rückten die Truppen der 3. Ukrainischen Front kämpfend am Südufer der Donau vor. Die sowjetischen Einheiten, die gestern die Stadt St. Pölten eingenommen hatten, besetzten eine Reihe von Ortschaften. Östlich der Stadt Graz überquerten unsere Truppen, die unter schwierigen Bedingungen in Berg- und Waldgebieten operierten, die Lafnitz. Der Feind, der sich auf eine vorbereitete Verteidigungslinie am Westufer des Flusses stützte, wehrte sich hartnäckig. Die sowjetischen Einheiten durchbrachen die Verteidigung der Deutschen und nahmen die 45 Kilometer östlich von Graz gelegene Stadt Fürstenfeld ein.
Der Berliner Rundfunk hat heute folgende Botschaft ausgestrahlt: "Im Raum Fürstenfeld haben die deutschen Truppen wieder vollen Erfolg in der Verteidigung erzielt." Zum Zeitpunkt dieser Botschaft waren die Deutschen bereits aus der Stadt Fürstenfeld geworfen und zogen sich unter den Schlägen der sowjetischen Truppen in den Westen zurück. 

17. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Truppen der 2. Ukrainischen Front, die die Offensive fortsetzten, nahmen am 17. April das Zentrum der ölproduzierenden Region Österreichs - die Stadt Zistersdorf - in Besitz und besetzten mehr als 30 weitere Ortschaften, darunter Palterndorf, Maustrenk, Kettlasbrunn, Paasdorf, Höbersbrunn, Wolfpassing, Hautzendorf und die Bahnstationen Dobermannsdorf, Gösting und Paasdorf.

Truppen der 3. Ukrainischen Front besetzten auf dem Territorium Österreichs nördlich und westlich der Stadt St. Pölten die Ortschaften Oberwölbling, Ambach, Hausheim, Obritzberg, Waitzendorf, Gerersdorf, Hafing.

Truppen der 2. Ukrainischen Front nahmen das Zentrum der ölproduzierenden Region Österreichs in der Stadt Zistersdorf in Besitz. Um das Gebiet in ihren Händen zu halten, konzentrierten die Deutschen große Panzer- und Infanterieverbände und leisteten heftigen Widerstand. In einigen Gebieten kam es zu Handgemenge. Indem sie den Feind einschnürten, haben unsere Truppen die Stadt nach und nach auf drei Seiten eingeschlossen. Nun starteten die sowjetischen Einheiten einen schnellen Angriff und nahmen die Stadt Zistersdorf in Besitz. Mehr als zweitausend feindliche Soldaten und Offiziere wurden in der Schlacht um die Stadt getötet. 15 deutsche Panzer und selbstfahrende Geschütze wurden in Brand geschossen und vernichtet.  Unsere Piloten haben 14 feindliche Flugzeuge in Luftkämpfe abgeschossen. Sechs feindliche Flugzeuge wurden durch Flakfeuer zerstört.

 ... In Österreich, nördlich und westlich der Stadt St. Pölten, rückten unsere Truppen kämpfend vor. Die sowjetischen Einheiten brachen den Widerstand der Deutschen und besetzten die Siedlung Oberwölbling und drangen in das Wald- und Hügelgebiet ein. Der Gegner unternahm mehrere Gegenangriffe, wurde aber mit schweren Verlusten zurückgeworfen. Anderen Einheiten vertrieben die Nazis aus einer Reihe von Ortschaften und den Fluss Pielach. Im Laufe des Kampftages der erbeuteten unsere Truppen 32 Panzer und Sturmgeschütze, 62 Feldgeschütze, 32 gepanzerte Transporter, 188 Maschinengewehre, 210 Eisenbahnwaggons mit Fracht und 42 Lager mit Munition und verschiedenen Militärgütern. 

18. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Znamja Pobedy" ("Banner des Sieges")/Sammlung des FZ "MEMORY"
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Nördlich von Wien besetzten Truppen der 2. Ukrainischen Front die österreichische Stadt Mistelbach, die Siedlungen Rabensburg, Hausbrunn, Kreuzstetten, Großrußbach, Weinsteig, Hetzmannsdorf, Mollmannsdorf, Rückersdorf und die Bahnstation Ulrich.

... In Österreich, nördlich von Wien, rückten die sowjetische Einheiten kämpfend vorwärts. Besonders heftige Kämpfe gab es im Wald bei Hausbrunn. Ein feindliches Infanterieregiment, unterstützt von Panzern startete einen Gegenangriff auf unsere Einheiten. Die sowjetischen Kämpfer vernichteten fast ein ganzes Bataillon der Nazis und zwangen den Feind, sich hastig zurückzuziehen. Andere unserer Einheiten überquerten auf breiter Front den Fluss Zaya, eine weitere Linie der deutschen Verteidigung und kämpften sich bis zum Stadtrand von Mistelbach vor. Die Rotarmisten stürmten aus dem Südosten und Südwesten die Straßen der Stadt und nahmen sie in Besitz. Der Feind, der sich unter den Schlägen unserer Truppen zurückzieht erleidet große Verluste. Im Laufe des Tages wurden 30 deutsche Panzer und 35 gepanzerte Truppentransporter in Brand geschossen und vernichtet, Gefangene gemacht und Trophäen erbeutet.

 19. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Nördlich von Wien hat der Feind seine angeschlagenen Truppen mit neuen Kräften aufgefüllt und leistet hartnäckigen Widerstand. Mit einem schnellen Schlag vertrieben unsere Einheiten die Deutschen aus dem Dorf und der Bahnstation Altlichtenwarth. Waffenlager und weiteres Militärgut wurden erbeutet. Sowjetische Truppen, die gestern die Stadt Mistelbach in Besitz nahmen, wehrten eine Reihe feindlicher Gegenangriffe ab und rückten 6 Kilometer in nördliche Richtung vor. Mehr als 700 gefallene Feinde bleiben auf dem Schlachtfeld. 20 deutsche Panzer und selbstfahrende Geschütze wurden in Brand geschossen und vernichtet.

... In Österreich, westlich der Stadt St. Pölten und östlich der Stadt Graz, bewiesen sowjetische Soldaten in Kämpfen mit den Naziinvasoren Beispiele von Mut und Heldentum.

Die Gardeschützenkompanie von Leutnant Makarov, die sich verdeckt auf den Weg durch den Wald bewegte, gelangte an die Flanke des Feindes und nahm mit einem schnellen Schlag eine Höhe in Besitz, die die bergige Strasse beherrschte. In einem kurzen Kampf vernichteten die sowjetischen Soldaten 24 Hitlerfaschisten. Der Rest der deutschen Soldaten floh und ließ Waffen und ihre Funkstation zurück. Obersergeant Schiryayev, der auf einem Nachrichtenfahrzeug fuhr, wurde von den Deutschen beschossen. Als er das feindliche Maschinengewehr bemerkte, schlich sich Schiryayev heran und vernichtete mit einer MPi-Salve die deutsche Maschinengewehrbesatzung. Gardeobersergeant Bagramyan und Gardesoldat Fokin töten im Kampf mit ihrem Maschinengewehr 30 Hitlerfaschisten. Die Besatzung des Sturmgeschützes des Unterleutnants Umen schoss an einem Tag zwei deutsche Panzer und einen gepanzerten Truppentransporter. Die Sturmgeschütze der Batterie des Unterleutnants Cholodzov zerstörte im Kampf mit zahlenmäßig überlegenen Kräften des Feindes 4 deutsche Panzer, 2 gepanzerte Truppentransporter und 2 Feldgeschütze.

... Die Bevölkerung der österreichischen Dörfer und Städte begrüsst mit Freude die Rote Armee. Professor Franz Elek, ein Einwohner von Eisenstadt, sagte: "Die deutschen Militärbehörden befahlen der Bevölkerung, die Stadt innerhalb von drei Stunden zu verlassen, aber fast alle Bewohner blieben an Ort und Stelle. Nur der Bürgermeister Brunner, die Führer faschistischer Organisationen und Nazi-Funktionäre liefen mit den Deutschen davon. Die Mehrheit der Bewohner wollte nicht gehen. Wir warteten auf die Rote Armee, wir wussten, dass sie uns vom Hitlerfaschismus befreien würde. 1938, nach der deutschen Besetzung Österreichs, verhafteten die Nazis mehr als 400 Einwohner Eisenstadts. Viele von ihnen starben in Gestapo-Gefängnissen." Arbeiter Georg Babtis sagte: "Ich bin 58 Jahre alt. Die Nazis zwangen mich, dem Volksturm beizutreten, aber ich weigerte mich. Dafür haben sie mich ins Gefängnis gesteckt. Viele ältere Leute mussten sich jedoch dem Volksturm anschließen. Sobald sich die Rote Armee der Stadt näherte, liefen sie alle nach Hause."

Der Pfarrer des Dorfes Loimersdorf Scherlis sagte: "Ich habe oft Radiosendungen für Österreich aus Moskau und London gehört. Einige Bekannte hörten mit mir die Sendungen. Wir hatten keine Angst vor der Ankunft der Roten Armee und glaubten Hitlers Propaganda nicht. Die Bevölkerung wusste, dass die Rote Armee uns Freiheit und Unabhängigkeit bringt." 

20. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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In Österreich, nördlich von Wien, besetzten die Truppen der 2. Ukrainischen Front, die Offensive fortsetzend im Kampf die Siedlungen Althöflein, Ginzersdorf, Erdberg, Wetzelsdorf, Ameis, Staatz, Wultendorf, Frättingsdorf, Poysdorf, Niederleis, Steinbach und die Bahnstationen Schletz und Niederleis.

... Nördlich von Wien setzten die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Offensive fort. Der Gegner, der sich auf befestigte Stellungen stützt, leistet hartnäckigen Widerstand und unternimmt oft Gegenangriffe. In erbittertem Kampf warfen die sowjetischen Gardisten die Deutschen aus mehreren Ortschaften. Andere Einheiten, die entlang der Autobahn nach Norden vorrückten, kamen 10 Kilometer voran. In einem weiteren Gebiet durchbrachen die Panzer des Gardehauptmanns Novoselov getarnt Lücken zwischen den schwer befestigten feindlichen Widerstandsnestern und griffen ihn von hinten an. In einem kurzen Kampf wurde die deutsche Garnison besiegt. Die sowjetischen Panzersoldaten vernichteten mehr als 200 Hitlerfaschisten. Gefangene wurden gemacht, darunter der Kommandeur einer selbständigen Artilleriedivision des Feindes. 

21. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 7. April 1945 aus der Zeitung "Roter Stern"/ Sammlung des FZ "MEMORY"
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... In Österreich, nördlich von Wien, besetzten Truppen der 2. Ukrainischen Front, die Offensive fortsetzend, in Kämpfen die Siedlungen Reinthal, Katzelsdorf, Schrattenberg, Herrnbaumgarten, Wilhelmsdorf, Fallbach, Michelstetten, Klement, Ernstbrunn, Obergänserndorf und die Bahnstationen Großkrut, Walterskirchen, Naglern.

... Die Truppen der 2. Ukrainischen Front rückten in Österreich, nördlich von Wien kämpfend vorwärts und besetzten mehrere Ortschaften. Sowjetische Artilleristen und Panzer, die feindliche Angriffe abwehrten, schossen 18 deutsche Panzer in Brand und vernichteten fast ein ganzes Bataillon der Hitlerfaschisten. 

22. April 1945

  • Bericht des sowjetischen Informationsbüros vom 15. April 1945 aus der Zeitung ""Znamja Pobedy" ("Banner des Sieges")/Sammlung des FZ "MEMORY"
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... Nördlich von Wien setzten die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Offensive fort, in Kämpfen besetzten sie in Österreich mehr als 30 Ortschaften, darunter Drasenhofen, Ottenthal, Wildendürnbach, Neudorf, Altenmarkt, Eichenbrunn, Merkersdorf, Simonsfeld.

... Nördlich von Wien setzten die Truppen der 2. Ukrainischen Front die Offensive fort. Sowjetische Einheiten, die im Bereich der Strasse Wien-Brno operieren, sind 10 Kilometer vorgerückt und kämpfen in der Nähe der Stadt Mikulov. Andere Einheiten trafen auf den hartnäckigen Widerstand von Panzern und feindlicher Infanterie im Gebiet der Stadt Laa. Nach fünf feindlichen Gegenangriffen nahmen sowjetische Kämpfer die fünf Kilometer südlich der Stadt Laa gelegene befestigte Ortschaft Altenmarkt in Besitz. Im Laufe des Tages wurden 23 deutsche Panzer zerstört. Zwei Artilleriebatterien wurden erbeutet und mehr als 200 Gefangene genommen. 

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MAI


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