SCHPAKOV Pjotr Danilowitsch

SCHPAKOV Pjotr Danilowitsch, geb. 1920 im Gebiet Smolensk, wurde im Jahr 1941 verletzt, gefangen genommen und zur Zwangsarbeit nach Österreich gebracht. Er erzählte, dass er in Wien war, irgendwo im Zentrum. In der Nähe war eine große Kirche und eine Fabrik, wohin man die Kriegsgefangenen zur Arbeit hinführte.

Ein Werkmeister oder Aufseher namens Peter mochte Pjotr sehr (in der Fabrik nannte man die beiden großer Pepe und kleiner Pepe). Anfangs half Peter dem Pjotr und gab ihm zu essen, später nahm er ihn mit nach Hause zum Essen. Der Meister wohnte in einem Haus nahe der Fabrik und dem Kriegsgefangenenlager. 

In seiner Familie gab es eine einzige Tochter, sie verliebte sich in Pjotr. Eine nähere Verbindung bestand nicht, es waren sehr ordentliche Leute, die Erziehung nach „alter Schule“. Peter schlug ihm sogar eine Heirat mit seiner Tochter vor, damit Pjotr bei ihnen in der Familie bleibe. Doch der hatte zu Hause eine Braut, die ihn erwartete. 

Er sagte, er habe sie alle sehr gern, aber da er seiner Braut versprochen hatte, zurückzukehren, fühlte er sich verpflichtet, sein Wort zu halten. Daraufhin besorgte ihm Peter irgendwie gefälschte Dokumente, verhalf ihm zur Flucht, damit er sich zu den Seinen durchschlagen konnte. Das war im April 1945, als die Russen schon im Begriff waren, Wien zu erobern.

Die Enkelin, Maria Schpakova-Steuck, bedauert sehr, dass sie weder den Familiennamen des Meisters, noch den Namen der Fabrik oder des genauen Ortes bzw. der Kirche in Erinnerung behalten hat. Alle diese Details hörte sie in der Kindheit, aber dachte nicht daran, sie aufzuschreiben. Der Großvater erinnerte sich sein ganzes Leben an diese Familie und war ihnen sehr dankbar.

Nun möchte Maria die Nachkommen von Peter finden, um ihnen im Namen ihres Großvaters zu danken. 

Kontakt:  Eleonore Dupuis


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